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10.02.2016


Bekanntmachung der Landeshauptstadt Dresden - [18.01.2016] [Gz.: C46_D-0522/95] zum "Neubau einer Hochwasserschutzanlage in Dresden-Laubegast am alten Elbarm (HWSK Elbe – M30)"Bekanntmachung über die Auslegung der Planunterlagen im Planfeststellungsverfahren zum Vorhaben




05.02.2016


Neuigkeiten zum Stand des Beteiligungsprozesses oder zum Stand der Planungen des Hochwasserschutzes für Laubegast können vorerst nicht verkündet werden. Auf der Suche nach eventuell übersehenen Nachrichten stieß ich jedoch auf einen älteren Zeitungsartikel, der unter den Eindrücken des Hochwassers von 2013 verfasst wurde. In diesem rezensiert ein Kulturredakteur der Welt eigentlich ein kleines Buch (127 Seiten) über Tsunamis, aber wegen der Bilder der damals aktuellen Hochwasserereignisse hatte er angeblich "Deja vus"...

Die Auffassung, Bürgerinitiativen verhinderten Hochwasserschutz und seien damit quasi schuld an den Folgen von Überflutungen, wie sie sich im Juni 2013 erneut an Elbe, Mulde und anderen Flüssen ereigneten, hat zahlreiche Anhänger gefunden. Leider schließen sich dem undifferenzierten Blick auf die Entstehung und Folgen solcher Ereignisse auch Redakteure an, die sich mit den konkreten Gegebenheiten vor Ort so wenig beschäftig haben wie mit der technischen Umsetzbarkeit sinnvollen Hochwasserschutzes.

Als leitender Redakteur der Abteilung Kulturgeschichte schrieb beispielsweise Welt-Redakteur Berthold Seewald am 6. Juni 2013, anlässlich der Veröffentlichung eines Buches über Tsunamis und des damals aktuellen Elbe-Hochwassers:

       „Die Einwohner des Dresdner Stadtteils Laubegast haben es geschafft. Zum zweiten Mal
       innerhalb von elf Jahren melden sie ‚Land unter‘. Denn den Bau der zwei Meter hohen Mauer,
       die nach den Erfahrungen der Flut von 2002 das jetzt hätte verhindern können,
       haben sie mit Erfolg blockiert.“*

An der Behauptung (des letzter Satzes) ist gleich Mehreres unrichtig.

1) Nicht die Einwohner von Laubegast, also sämtliche im Ortsteil wohnenden Bürger, haben sich den unüberlegten Bauvorhaben entgegengestellt, sondern eine Bürgerinitiative von unmittelbar betroffenen Anwohnern, nämlich von Leuten, die selbst in überfluteten Häusern wohnen, welche aber die Folgen einer meterhohen Ummauerung der Elbe als viel schlimmer für Umwelt und Natur einschätzen - darunter Ingenieure und Landschaftsarchitekten, also Menschen mit Fachwissen, Menschen mit seriösen Argumenten! Unter diesen herrscht Konsens darüber, dass eine Mauer keinerlei Garant für einen Schutz vor Überflutung des Stadtteils ist, sondern dass eine Mauer zu weit schlimmeren Schäden führen würde. Dass ein meterhohes Mauermonster nicht die Lösung, sondern - im Gegenteil - sogar ein Teil des Problems ist, darüber wurden sich alle, und zwar 100 % der beim Beteiligungsprozess „Mit dem Fluss leben“ mitwirkenden Anwohner, einig!

2) Hochwasserschutz wird seitens der Bürgerinitiative nicht „blockiert“, sondern es wurden sinnvolle Maßnahmen vorgeschlagen, die im Einklang mit den Erfordernissen und Gegebenheiten vor Ort stehen - Stichwort: Retentionsräume schaffen oder wenigstens erhalten, statt weitere Wiesen zu verbauen! Teilweise wurden nützliche Maßnahmen wie das Abtragen von Überschwemmungserdreich (auf den Elbwiesen zwischen Blasewitz und Pillnitz) sogar durchgeführt.

3) Die während des Beteiligungsprozesses gezogenen Konsequenzen sollen in die weiteren Planungen einfließen, letztere sind jedoch bisher nicht abgeschlossen, zumindest ist darüber noch nichts bekannt. Die Bürgerinitiative hat also nicht „mit Erfolg verhindert“, sondern ist lediglich insofern „erfolgreich“, als dass für weitere Planungen zum Hochwasserschutz ein Mitspracherecht der Anwohner erstritten werden konnte!

Der Kulturredakteur Seewald hingegen hat sich offenbar nicht die Mühe gemacht hat, einmal zu prüfen, was er da behauptet. Er scheint die Situation vor Ort nicht im Geringsten zur Kenntnis zu nehmen, sonst könnte er nicht einen solchen Unsinn schreiben - es sei denn, er kann zwischen Diskussion und Geschwätz nicht unterscheiden. Dann allerdings wäre Journalismus zwar seine Erwerbstätigkeit, aber nicht seine Berufung...

Denn er ignoriert sämtliche Fakten, etwa dass Laubegast von einem Altarm der Elbe (teils überbaut und daher die Überflutung des Stadtteiles verstärkend!) umschlossen und damit zwangsläufig von mehreren Seiten überflutet wird. Er weiß nichts von einem weiteren Flusslauf, dem Loschwitzbach, der bei Regen zu einem wilden Strom anschwillt, für den eine Mauer ebenso vor allem nur noch zur Staumauer wird, die dann den Ortsteil davor, nämlich Laubegast, um so mehr überflutet! Und von Grundwasser, dessen rascher Anstieg aufgrund eines Kieselstein-Untergrundes kaum gebremst wird, hat der Kulturredakteur auch nichts gelesen. Über all diese wichtigen Zusammenhänge, die bereits wegen der gegenteiligen Wirkung gegen jegliche Mauerpläne sprechen, könnte er auf den hiesigen Seiten etwas lesen… Macht er aber nicht. Sondern er vermengt die Themen eines Buches, das ein ganz anderes Thema hat, das mit Flusshochwasser nicht vergleichbar ist, mit Angelegenheiten demokratischer Beteiligungsprozesse, von denen er noch weniger Ahnung hat!

Seewald ist ein Kulturredakteur, der in einem Buch, das er rezensiert (oder als Kaufempfehlung anpreist...), gelesen hat, bis ins 20. Jahrhundert hinein hätten Menschen es immer vorgezogen, bei Häusern an Küsten und Ufern die Fenster auf der flussabgewandten Seite einzubauen... Und er glaubt das, weil es gedruckt ist? Der Blick auf die Natur, auf Fluss und Berge, das hat also früher, vor dem 20. Jahrhundert, niemand gereizt? Was ist mit Schloss Pillnitz und mit all den prächtigen Villen zu beiden Seiten des Flusses? Sind die Fenster zur Flussseite hin alle erst im 20. Jahrhundert eingebaut worden?

Kulturredakteur Seewald war vermutlich nicht in Laubegast und Umgebung, deshalb kann er sich gar nicht vorstellen, dass Menschen solche Wohnlagen lieben. Dass ein Fluss dem menschlichen Auge, dem in einer Stadt so viel grässlicher grauer Beton gegenübersteht, die letzten freien, noch nicht von Menschenhand verunstalteten Naturflächen bietet, findet in der Betrachtung eines Kulturredakteurs keine Erwägung. Was weiß dieser leitende Kulturredakteur von Kultur? Er weiß nichts! Er hat keine Ahnung von Kultur, weil ihn die Menschen nicht interessieren, die nicht jahrzehntelang auf eine meterhohe Mauer starren wollen, bis selbige dann zeigt, dass sie wirkungslos - oder im schlimmsten Fall noch verheerender - ist!

Die Leute kommen ans Laubegaster Ufer, um hier zu leben - mit dem Fluss zu leben, um mit Oma und Enkeln zu spazieren oder mit dem Hund, um zu joggen, zu paddeln, zu radeln, mit Kumpels zu angeln, um einfach den Blick auf den Fluss zu genießen, den Fahrgästen der Dampfer zu winken, Enten zu füttern... Was auch immer. Die Menschen kommen zum Fluss, nicht weil sie auf eine meterhohe Mauer starren wollen. Was jedes Kind kapiert, wenn man ihm eine Fotomontage von einem vermauerten Ufer zeigt, kann ein Kulturredakteur nicht begreifen. Vielleicht muss man es drastischer formulieren: Niemand will so eine beschissene Mauer am Fluss haben. Nur ein Kulturredakteuer, diverse Politiker der Stadt Dresden und einige andere Menschen, die weit weg wohnen, können sich das vorstellen - weil sie selbst eine Mauer im Kopf haben und deshalb nicht darüber hinaus denken können!

       „Die abendländische Kulturgeschichte der Hafenwelle, wie das japanische Wort Tsunami
       übersetzt heißt, ist ein schönes Beispiel für die Fähigkeit des menschlichen Gehirns,
       schlimme Erfahrungen zu verdrängen.“*

Vor allem ist das Geschriebs von Herrn Seewald ein schönes Beispiel für die Fähigkeit seines abendländischen Gehirns, die Bedenken und Befürchtungen von Anwohnern, die der fragwürdige Bau einer völlig sinnlosen und jegliche Sicht verschandelnden Mauer unmittelbar betreffen würde, zu verdrängen… Und weiter schreibt Seewald:

       „Koldaus Studie** kann man durchaus als Plädoyer gegen die Kurzsichtigkeit in Laubegast
       oder Grimma verstehen, wo Bürgerinitiativen Maßnahmen zum Hochwasserschutz verhindert haben.“

Dazu bleibt zu sagen: Seewalds Geschriebs kann man durchaus für ein Plädoyer für seine kulturelle Kurzsichtigkeit verstehen, für seine Ignoranz der gegebenen Situation, für seine Unbeholfenheit, eine Rezension über ein Buch zu schreiben, das vom Entstehen und der Geschichte des Tsunamis handelt, aber nicht von Bürgerinitiativen.

*  Quelle der Zitate:
    http://www.welt.de/geschichte/article116881059/Das-Naturphaenomen-der-Grossen-Welle.html
** Linda Maria Koldau: Tsunamis. Entstehung, Geschichte, Prävention (Verlag C.H. Beck, München)



10.11.2014


Beginn verschiedener HW-Schutzmaßnahmen beschlossen.
Die Landeshaupstadt Dresden informiert über den Beschluss verschiedener Projekte und veranstaltete am 5. November eine Podiumsdiskussion zum Thema "Bauen am Wasser - Bauen im Wasser?" Vom Bau einer Mauer am Laubegaster Ufer ist derzeitig keine Rede. Eine neue Information zum Stand der Planungen der von Teilnehmern des Forums "Leben mit dem Fluss" (Febr. 2011, s.u.) einstimmig abgelehnten elbseitigen Mauerpläne ist bisher nicht bekannt.



16.08.2014


Andere Länder, andere Bedingungen, andere Einsichten, andere Konsequenzen...
Zwar lassen sich die konkreten Situationen an anderen Flüssen niemals vergleichen, dass es aber prinzipiell auch anders geht (als  allein die Machbarkeit von Dämmen und Mauern zu erörtern), macht man an der Donau in Österreich vor, eine Infotafel am Donau-Radweg erläutert Näheres - Stichwort: Retentionsräume schaffen, gegebenenfalls auch mal durch Rückbau/Absiedeln mit Renaturisierung von Aulandschaften.


"Eigentlich vorbildlich!", kommentiert ein Radwanderer, der Hochwassererfahrung im Oderbruch hat.


29.07.2014

Laubegast betreffend teilt die Stadt in ihrem Newsletter vom Juli drei Punkte mit. Daraus ist ersichtlich, dass "Maßnahme Z1" (Mauer am Laubegaster Ufer) noch lange nicht "vom Tisch" ist...

Hochwasserschutz Dresden-Laubegast an der Stromelbe (Maßnahme Z1)
"Für den Start der erweiterten Grundlagenermittlung muss die Landeshauptstadt Dresden gemäß des 2013 novellierten Sächsischen Wassergesetzes eine Verpflichtungserklärung nach den §§ 79 und 84 SächsWG abgeben. Damit verpflichtet sich die Landeshauptstadt Dresden zum einen, die Mehrkosten zu übernehmen, die durch den Einsatz mobiler Elemente statt stationärer Anlagenteile entstehen. Zum anderen verpflichtet sich die Landeshauptstadt Dresden, diese mobilen Elemente zu lagern, zu unterhalten und zu betreiben, also im Hochwasserfall einzusetzen. Zurzeit prüft die Landeshauptstadt Dresden mit der Landestalsperrenverwaltung noch rechtliche Details dieser Erklärung. Als zweite Voraussetzung für die Ausschreibung der Planungsleistungen für die erweiterte Grundlagenermittlung muss die mit den Bürgerinnen und Bürgern 2012 erarbeitete Aufgabenstellung aktualisiert werden. Dies umfasst die Anpassung an das aktuelle Vergaberecht und die Berücksichtigung der Erkenntnisse aus dem Hochwasser 2013. Sobald diese beiden Voraussetzungen erfüllt sind, werden die Ergebnisse den Bürgerinnen und Bürgern in Laubegast vorgestellt. Bei nachfolgender Bestätigung und Freigabe der entsprechenden Finanzmittel durch die Landestalsperrenverwaltung können die Planungsleistungen für die erweiterte Grundlagenermittlung europaweit ausgeschrieben werden. Ziel der Landeshauptstadt Dresden ist es, die Vergabe noch 2014 abzuschließen, so dass die Grundlagenermittlungen zum Beginn 2015 starten können."

Hochwasserschutz Dresden-Laubegast am Altelbarm (Maßnahme M30)
"Die Entwurfsplanung, welche im Rahmen der Bürgerbeteiligung 2012 und 2013 mit den Laubegaster Bürgerinnen und Bürgern abgestimmt und anschließend vom Stadtrat bestätigt wurde, sieht die Errichtung eines Deiches bzw. einer Hochwasserschutzmauer beiderseits der Leubener Straße vor. Öffnungen an querenden Straßen und Wegen sollen mit mobilen Verschlüssen verschlossen werden. Auf dieser Basis wurde die Genehmigungsplanung erarbeitet und damit der Antrag auf Planfeststellung bei der Landesdirektion Sachsen im April 2014 gestellt. Noch in diesem Jahr soll die erste wasserrechtliche Anhörung sowie die Offenlegung der Planung erfolgen. Alle Betroffenen, deren Belange von der Planung berührt werden, haben dann die Gelegenheit, noch einmal das Vorhaben zu prüfen, Hinweise zu geben und Einwendungen zu erheben. Über die genaue Zeitschiene informiert das Umweltamt rechtzeitig."

Höherlegung der Salzburger Straße

"Zur Sicherstellung der Erreichbarkeit des Stadtteils Laubegast bereits ab mittleren Hochwassern der Elbe soll die Machbarkeit einer Höherlegung der Salzburger Straße geprüft werden."


16.06.2014

Um eine häufig gestellte Frage zu beantworten. Über weitere Planungen zum Hochwasserschutz am Labegaster Ufer liegen uns keine aktuellen Informationen vor. Es ist nach bisherigen Erkenntnisstand und nach dem Ergebnis des Partizipationsprozesses von 2009 davon auszugehen, dass die Mauerpläne nicht umgesetzt werden. Ob das ein Erfolg des hiesigen Bürgerengagements ist oder/und anderen Umständen (Mangel finanzieller Mittel) zu verdanken ist, entzieht sich noch unserer Kenntnis. Eine entsprechende Anfrage wird gestellt.

02.09.2013

Es war abzusehen: Das Juni-Hochwasser 2013 muss dafür herhalten, seine Folgen den Bürgerinitiativen anzuhängen. Weil einige Bürgerinitiativen keinen Hochwasserschutz wollten,
hätten wir nun erneut die Fluten in Kellern, Tiefgaragen und Erdgeschossen Laubegasts gehabt. Der Schwarze Peter wird damit auch an die Bürgerinitiativ gegen eine Mauer in Laubegast geschoben, so darf man den Kommentar von Dresdens OB Helma Orosz auffassen, wie er kürzlich in einer ZDF-Doku zum Thema Hochwasserschutz gesendet wurde (ab Minute 6:00 geht es um Dresden, Laubegast, anschließend um den Zusammenhang mit Talsperren in Tschechien). Die Stadt Dresden sei geschütz wurden, doch das Fazit der Oberbürgermeisterin "hätte besser ausfallen können, wenn sich nicht Bürgerinitaitiven gegen den Hochwasserschutz gewehrt hätten." Orosz: "Das dürfen wir nicht mehr zulassen! (...) Und ich hoffe, dass die Mehrheit der auch jetzt betroffenen Bürger vor Ort einsichtig sein wird."

Allerdings muss hier auch gefragt werden: Warum sollten gerade die am meisten Betroffenen, die Bewohner der Ufergebiete, etwas gegen Hochwasserschutz haben? Der Laubegaster Bürgerinitiative geht es, das wurde mehrfach gesagt, um das Wie von Hochwasserschutz! Während eines einjähigen Mediationsprozesses in Laubegast wurde darüber Konsens gefunden, dass eine meterhohe und kilometerlange Mauer nicht nur wegen der Verunstaltung der gesamten Fluss- und Ortslandschaft ausgeschlossen ist, sondern auch wegen der Tatsache, dass das parallel zum Elbepegel steigende Grundwasser auf diese Weise nicht aufgehalten werden kann. Zum anderen ignoriert Frau Orosz, dass die innerstädtischen Schutzwälle im Juni 2013 wahrscheinlich auch deshalb ausreichenden Schutz boten, weil der Fluss eben wenigstens an einigen Orten davor noch Retentionsräume fand. Wäre die Elbe schon vor der Innenstadt Dresdens mit "Schutzmauern" zubetoniert, erhöhte sich Fließgeschwindigkeit und Pegel. Der im Film zu Wort kommende Leiter des Umweltamtes, Jochen Korndörfer, räumt diesen Zusammenhang ein und verweist auf die wichtige Rolle der sogenannten Moldau-Kaskaden in Tschechien: "Das ist für uns das Entscheidende. Was geschieht in der Tschechischen Republik?" Werden die dortigen Talsperren nicht rechtzeitig (vor meteorologisch längst vorhersagbaren Regentagen) entlastet, können sie dann nur noch wenig zurückhalten. Dem Bericht nach waren die Talsperren vor den Regentagen "randvoll"! Wozu? Und dann nehmen die Dinge ihren unvermeidlichen Lauf. Bis zu 30 cm geringer hätte der Pegel in Dresden bei besserer Koordination liegen können, heißt es im Film. Dass es weitere Möglichkeiten gibt, die dem Fluss im Hochwasserfall Platz schaffen, anstatt ihn mit Mauern noch weiter einzuengen, wurde oft genug gesagt. Wenn es in Sachen Hochwasserschutz um Einsichtigkeit geht, dann sollte die auch einmal im Dresdner Rathaus ernst genommen werden, vor allem im Zimmer der Oberbürgermeisterin.


26.06.2013

Der sächsiche Ministerpräsident Stanislaw Tillich macht die Bürgerinitiativen für die Verhinderung von Hochwasserschutz verantwortlich. Er war allerdings nicht ein einziges Mal in Laubegast, um sich ein Bild von der speziellen Situation zu machen. Sonst wüsste er: Die Flut kommt bei derartigen Hochwasserereignissen von drei Seiten: 1) von der Elbe 2) vom alten Elbarm rings um Laubegast und 3) von unten, nämlich mittels Grundwasseranstieges. Eine Mauer könnte nur von oder gegen eine Seite schützen. So schützt z.B. in Klosterbuch an der Mulde eine etwa ein Meter hohe Grundstücksmauer punktuell das ehemalige Kloster vor der Wucht der Muldeflut, das Hochwasser selbst konnte die Mauer aus gleichen Gründen auch dort nicht draußen halten, es strömte lediglich mit geringerer Kraft von der anderen Seite ein. Die Journalistin Marietta Slomka vom ZDF Heute Journal stelllte dem sächsichen Ministerpräsidenten unbequeme Fragen zu seinem Demokratieverständnis - der Text des Interviews nebst Link zur Mediathek findet sich in diesem Blog.


09.06.2013

"VETOKRATIE"?

Es war zu erwarten: Die Arroganz einiger Politiker dieses Landes ist  kaum zu überbieten. Es fällt ihnen nichts Besseres ein, als das Hochwasserdesaster zu benutzen, um erneut gegen den Willen der unmittelbar Betroffenen Mauerpläne durchzusetzen. "Vor dem Hintergrund der Flutkatastrophe", so berichtete der MDR auf seiner Internetseite am 8. Juni, "fordern Politiker beschleunigte Genehmigungsverfahren und die Einschränkung des Veto-Rechts von Bürgern bei Hochwasserschutzbauten." Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich habe gegenüber der Zeitung "Welt am Sonntag" geäußert, "die Möglichkeiten der Einsprüche müssten gesetzlich verringert werden." Weiter heißt es: "FDP-Fraktionschef Rainer Brüderle warf Bürgerinitiativen und Umweltverbänden vor, dringend nötige Hochwasserschutzbauten verhindert zu haben. CDU/CSU-Fraktionsvize Arnold Vaatz sagte: Wir müssen ein Vetokratie in Deutschland verhindern."

Dazu lässt sich nur sagen: Solche Politiker verfügen offenbar über keinerlei Fachwissen, haben also null Ahnung von der Materie. Sie ignorieren das Wissen von Fachleuten ebenso wie die Erfahrungen der unmittelbar Betroffenen. Dafür halten sie sich für berufen, demokratische Mitspracherechte außer Kraft zu setzen! Sie reden einfach nicht mit den Bürgerinitiativen, sondern möchten gegen jede bessere Einsicht, über jede Vernunft hinweg entscheiden! Für die Medien und fürs dumpfe Volk ziehen sie sich zu diesem Zwek "vor Ort" auch gern mal Gummistiefel an...

Die derzeitig regierenden Politiker ebenso wie ein Großteil desinformierter Bürger haben nichts aus den Ereignissen von 2002 gelernt, sie sehen leider auch jetzt, im Jahr 2013, nur die imposanten Fluten der Flüsse und glauben, man könne sie mit Dämmen, Deichen und Mauern bändigen. Den mit den Fluten ebenso steigenden Grundwasserspiegel hingegen sehen sie nicht und deshalb existiert er in ihren Betrachtungen nicht.
Auch die Tatsache, dass Dämme bei derartigen Fluten immer wieder brechen und auf diese Weise zu noch verherrendere Folgen führen, kann die Regierenden offenbar nicht zu der Einsicht bringen, dass Mauern nur punktuell Schutz bieten können, während das Einmauern ganzer Stadtteile das Problem verschärft. Von der städtebaulichen Ästhetik ganz zu schweigen.





04.06.2013

Wir müssen uns leider auf eine "Wiederholung von 2002" einstellen... Mauern sind trotzdem keine Lösung, im Gegenteil, sie sind Teil des Problems... Mauzoff.de bittet bis auf Weiteres, auf telefonische Anfragen zu verzichten. Wir haben vor Ort jetzt andere Sorgen.


24.04.2013

Pressemitteilung der Landeshaupstadt: "Am 7. Mai findet ab 18 Uhr im Bürgersaal des Ortsamtes Leuben, Hertzstraße 23 eine Bürgerversammlung zum Hochwasserschutz in Laubegast am alten Elbarm statt. Mitarbeiter des Dresdner Umweltamtes stellen die geplanten Baumaßnahmen vor. Diese wurden aus den Ergebnissen der Variantenuntersuchung und der Bürgerbeteiligung, die im Mai 2012 stattfand, entwickelt. Des Weiteren werden die nächsten praktischen Schritte der Umsetzung erläutert. Interessierte und betroffene Bürgerinnen und Bürger sind hierzu herzlich eingeladen.

17.12.2012

Die Landeshaupstadt Dresden teilt per Newsletter den Abschluss zahlreicher Baumanahmen zum Hochwasserschutz mit... Das vollständige Dokument als PDF.

Über die erweiterten Grundlagenermittlung für die Maßnahme Z1 schweigt die Verwaltung nun bereits seit einem Jahr... Die Fortführung der Öffentlichkeitsarbeit sollte "voraussichtlich Mitte 2012 erfolgen".




11.08.2012

Was die Elbe mit dem Versailler Vertrag zu tun hat...  Zum 10. Jahrestag der Jahrhundertflut befasst sich die TAZ mit der Problematik zwischen Natur- und Landschaftsschutz und dem "internationalisierten" Interesse an einer ganzjährigen Beschiffbarkeit zwischen Tschechien und Nordsee PDF (10 MB)





28.05.2012

Stellungnahme des Vereins "Dresdner Erben" zum Forum vom 16. Mai PDF.




16.05.2012

Mittwoch, 16. Mai, 18.00 Uhr im Volkshaus (Saal):
Öffentliches Forum zum Thema Hochwasserschutz Laubegast am alten Elbarm

Die Landeshaupstadt Dresden teilt mit: "Im Rahmen der Verstaltung werden die ersten Ergebnisse der durchgeführten Untersuchungen zur Diskussion gestellt. Die Ergebnisse sollen bei der weiterführenden Planung einfließen."




16.04.2012

Die Landeshaupstadt Dresden teilt per Newsletter mit:

"Vorbereitung von Planungen zum Hochwasserschutz von Dresden-Laubegast (Maßnahmen Z1 und M30) - Die Beschlussvorlage zum Umgang mit den Ergebnissen der Bürgerbeteiligung erhielt am 04.04.2012 ein positives Votum des Stadtrates. Damit wurden die Voraussetzungen für den Beginn der erweiterten Grundlagenermittlung für die Maßnahme Z1 geschaffen... Die Fortführung der Öffentlichkeitsarbeit soll voraussichtlich Mitte 2012 erfolgen.




20.02.2012

Die Landeshaupstadt Dresden teilt per Newsletter mit:

"Vorbereitung von Planungen zum Hochwasserschutz von Dresden-Laubegast (Maßnahmen Z1 und M30) -
Die Beschlussvorlage zum Umgang mit den Ergebnissen der Bürgerbeteiligung wurde im in den Ortsbeiräten Blasewitz, Leuben und Loschwitz behandelt. Sie erhielt jeweils ein positives Votum. Die Ausschüsse des Stadtrates haben sich mit der Vorlage befasst und ihre Zustimmung erteilt. Die Vorlage wird voraussichtlich am 15. März im Stadtrat zur Abstimmung gebracht."

Welches positive Votum erhalten, welche Zustimmung erteilt wurde und welche Vorlage zur Abstimmung am 15. März gebracht werden soll, wurde dem Rest der Welt bisher noch nicht mitgeteilt...



20.02.2012

Dr.-Ing. habil. Hans-Jürgen Schaef 

Zu Anlage 2: 
Aufgabenstellung zur Angebotsabfrage von Ingenieurleistungen für die erweiterte Grundlagenermittlung zur Entwicklung einer Vorzugsvariante für den Gebietsschutz von Dresden-Laubegast zwischen Werft und Berchtesgadener Straße vor Hochwasser der Elbe (Maßnahme Z1) vom 06.09.2011 

Im Zusammenhang mit dem Beteiligungsprozess der Bürger zur „Vorbereitung von Maßnahmen zum Schutz vor Hochwasser der Elbe“ wird im Ergebnisdokument (Fassung vom 30.05.2011) auf Seite 21 formuliert:

„Es besteht ein breiter Konsens, dass ein Schutz von HW-Ereignissen oberhalb 800 cm am Pegel Dresden in stationärer Bauweise unmittelbar am Laubegaster Ufer in entsprechender Höhe und Dimensionierung nicht in Frage kommt“. Weiter heißt es: „Die Möglichkeit eines ausschließlich vollmobilen Gebietsschutzes mit einem Schutzziel größer 900 cm wird …… abgelehnt“.

In den Abschnitten 2.2.1 bis 2.2.4 und 4.1 der Aufgabenstellung zur ….. erweiterten Grundlagen-ermittlung ….“ werden verbal weitere Randbedingungen zur Beschränkung von HW-Schutzmaß-nahmen am Laubegaster Ufer benannt.

Damit sind die als notwendig angesehenen weiteren Untersuchungen (erweiterte Grundlagener-mittlungen) in ihrem Umfang eingeschränkt und mit diesen Feststellungen wird auch deutlich, dass unmittelbar am Laubegaster Ufer ein HQ100-Schutz nicht möglich ist.

Aus diesem Grund ist es nicht erforderlich, wie in Ziffer 4.3 - 3. Abschnitt – S. 8/12 for-
muliert, „für den Pegel Dresden von 9,24 m als Bemessungswasserstand“ weitere Unter-suchungen durchzuführen.

Das gleiche gilt für die Aussagen auf S. 9/12 letzter Abschnitt. Auch hier wird auf einen Pegelstand Dresden von 9,24 m als Bemessungswasserstand verwiesen.

Auf S. 10/12 und S. 11/12 sind für bestimmte Uferabschnitte ebenfalls Bemessungswasserstände über 8,00 m Pegel Dresden genannt. Diese Vorgaben entsprechen nicht den vorn genannten Prämissen in dem Dokument zu den Ergebnissen des Beteiligungsprozesses und sind nicht mehr für die HW-Schutzmaßnahmen im Uferbereich der Elbe relevant. Das kann man sich alles sparen.

Das Festhalten an dem sog. HQ100-Wasserstand von 9,24 m Pegel Dresden von 2002 ist ohnehin überdenkenswert. Dieser Wasserstand ist von vielen Zufälligkeiten wie z. B. die Bebauung in den Überschwemmungsgebieten oder die Qualität von HW-Rückhalteräumen usw. abhängig.

Seit 2002 sind zehn Jahre vergangen in denen an der Oberen Elbe wirksame Maßnahmen zum HW-Schutz getroffen wurden, die ein Absinken oder auch ein Anheben dieses HQ100-Wertes von 2002 bewirken können. Insbesondere hat z. B. die vorgesehene Reduzierung  des Moldauabflusses in Prag auf 1 500 m³/s einen gravierenden absenkenden Einfluss auf den Wasserstand der Elbe bei Hochwasser auch in Dresden. Es wäre demnach nützlich, wenn die Wasserstandsentwicklung der Elbe unter den jetzigen Bedingungen am Fluss als „erweiterte Grundlagenermittlung“ ergänzt würde. Ein Thema dieser Art ist aus der formulierten Aufgabenstellung vom 06.09.2011 nicht erkennbar, obwohl diese Wasserstandsentwicklung als die entscheidende Grundlage für die Bemessung von HW-Schutzanlagen auch für Dresden von immenser Bedeutung ist.

Vermutlich wird dann die Bemessungsgröße für die HW-Schutzanlagen in Dresden-Laubegast mit 6,00 – 7,00 m Pegel Dresden berechnet werden, falls die Wirksamkeit der neueren HW-Schutzmaßnahmen garantiert werden kann.

 

 


09.01. 2012


Aus der "Aufgabenstellung zur Angebotsabfrage von Ingenieurleistungen für die erweiterte Grundlagenermittlung zur Entwicklung einer Vorzugsvariante für den Gebietsschutz von Dresden-Laubegast zwischen Werft und Berchtesgadener Straße vor Hochwasser der Elbe (Maßnahme Z1)", datiert auf den 06.09. 2011, wird unter Punkt 4 das aktuelle Planunsziel erläutert, das im folgenden zitiert sei:

"4. Planungsleistung
4.1 Planungsziel

Es soll eine wasserbautechnisch machbare und wirtschaftliche Vorzugslösung für den Gebietsschutz von Laubegast vor Hochwassern der Elbe in Korrespondenz mit einer Weiterentwicklung und Gestaltung des öffentlichen Raumes im Uferbereich bestimmt werden, die – vorbehaltlich des Einvernehmens mit der Landestalsperrenverwaltung und eines entsprechenden Stadtratsbeschlusses unter Einbeziehung der Öffentlichkeit, insbesondere der Laubegaster Bürgerschaft – integrativen Umsetzungsplanungen zugrunde gelegt wird.

Dabei soll Folgendes gelten: „Maßnahmen zum Schutz vor Hochwasser der Elbe für den Stadtteil Laubegast sind immer unter der Prämisse zu konzipieren, dass hierdurch der wertvolle Charakter des Laubegaster Ufers und die Gestalt des Stadtteiles nicht nachhaltig beeinträchtigt werden.“ (Zitat Ergebnisdokument des Beteiligungsprozesses vom 30.05.2011, S. 19). Deshalb wird eine differenzierte Schutzstrategie vorgeschlagen, die es vertiefend und in mehreren Schritten zu untersuchen gilt. Entlang des Laubegaster Ufers bis Alttolkewitz ist ein – hinsichtlich seiner Dimensionierung und Wirkung im Stadt- und Landschaftsbild – verträglicher Schutz zu untersuchen. Weiterhin soll eine zurückgesetzte Schutzlinie – im räumlichen Korridor zwischen dem Laubegaster Ufer und der Österreicher Straße – untersucht werden (siehe hierzu Ergebnisdokument des Beteiligungsprozesses vom 30.05.2011, S. 19).

Es soll die Machbarkeit eines HQ100-Schutzes von der Werft Laubegast entlang des Laubegaster Ufers und von Alttolkewitz bis zur Berchtesgadener Straße geprüft und dessen Effekte mit dem dafür notwendigen baulichen bzw. landschaftsgestalterischen und finanziellen Aufwand sowie potenziellen Beeinträchtigungen des Orts- und Landschaftsbildes abgewogen werden. Es sind gestalterische Lösungen aufzuzeigen, bei denen die jeweilige Charakteristik der unterschiedlichen Abschnitte sowie die bereits identifizierten Ziele und Aspekte zur Gestaltung des Laubegaster Ufers in Anknüpfung an die Gestaltungskonzeption Nr. 7 „Laubegaster Ufer“ (Entwurf 2006) berücksichtigt werden. Neben dem besonderen Schutz des überlieferten Ortsbildes (von „außen“ und „innen“), ist auf die Bewahrung der Qualität des Landschaftsbildes zu achten.

Dazu sind in einem ersten Schritt Varianten für den Gebietsschutz an der Stromelbe unter der Verwendung von stationären und mobilen Elementen mit unterschiedlichen Anteilen so wie ggf. der Einbeziehung vorhandener Grundstücksbegrenzungen zu untersuchen (siehe hierzu auch Ergebnisdokument des Beteiligungsprozesses vom 30.05.2011, S. 21-23).

Die Ausformung einer vollstationären Hochwasserschutzanlage längs des Laubegaster Ufers für einen Bemessungswasserstand von 924 cm Pegel Dresden (entspricht HQ100) wurde im Ergebnis des Beteiligungsprozesses aufgrund der zu erwartenden Beeinträchtigungen des Erscheinungsbildes abgelehnt. Vollmobile Schutzanlagen für Bemessungswasserstände größer 900 cm in diesem Bereich werden aus Sicherheitsgründen ebenfalls abgelehnt.

Soweit am Elbufer mit der Vorzugslösung aus dem ersten Bearbeitungsschritt kein HQ100- Schutz erreicht werden kann, ist in einem zweiten Schritt eine rückversetzte, zweite Schutzlinie im bebauten Bereich zwischen Laubegaster Ufer und Österreicher Straße zum Gebietsschutz der Kernbereiche von Laubegast bis zu einem Schutzziel HQ100 zu prüfen."

Das vollständige Dokument als PDF.




29.09. 2011


Auf eine schriftliche Anfrage der Bürgerinitative zum Ergebnisdokument des 4. Forums "Leben mit dem Fluss" vom 16.9. erreichte uns mit Stempel vom 23.9. eine Antwort des Umweltamtes. Aus dieser geht hervor, dass "stationär-mobiler Gebietsschutz" mit dem Schutzziel HQ100 (100-jähriges Hochwasser) nach wie vor zu den zu untersuchenden Optionen gehört: "Dementsprechend sind die Möglichkeiten zum Erreichen dieses Schutzgrades grundsätzlich zu prüfen." Es sei jedoch nicht so, "dass die Realisierung eines HQ100-Schutzes als Vorzugslösung bereits feststehe."

Nachdem im Moderationsprozess der Bürgerbeteiligung klar herausgestellt wurde, das 100 % der teilnehmenden Bürger sich gegen eine solche Mauerlösung ausgesprochen haben (siehe 10.02.2010), muss man sich fragen, welche Bedeutung der Bürgerbeteiligung überhaupt zukommt.



20.09. 2011


Das von der Landeshaupstadt vorgetragene und als PDF präsentierte 4. Forum "Leben mit dem Fluss" und insbesondere die darin enthaltenen "Empfehlungen lt. Ergebnisdokument" werfen einige Fragen auf. Für einen "behutsamen, wirtschaftlich und machbaren Eingriff" wird weiterhin eine stationäre Mauer entlang des Laubegaster Ufers empfohlen, die vor 20-jährigen Hochwassereignissen (HQ 20) schützen soll und damit bis zu einem Dresdner Pegel von 700 bis 800 cm ausgebaut werden müsste. Dies stellt, nach Ansicht der Bürgerinitiative, weiterhin einen enormen baulichen Eingriff dar, der weder mit Landschaftsschutz vereinbar ist noch die Grundwasserproblematik mit all ihren Folgen, etwa des Aufstaus hinter der Mauer, in Rechnung stellt. Eine ausführliche Stellungnahme der Bürgerinitiative folgt in Bälde.


12.09. 2011


Die Einladung zum 4. Forum  erreichte uns sehr kurzfristig. Diesmal wieder im Volkhaus, am Mittwoch, 14. September, 19 Uhr.


15.06. 2011


Der Moderationsprozess ist vorläufig abgeschlossen, das Ergebnisdokument dem Stadtrat übergeben >>> www.dresden.de/hochwasser - Rubrik "Leben mit dem Fluss". Nun brütet die Verwaltung einige Zeit darüber, um die Umsetzung, insbesondere der sog. Prüfaufträge vorzubereiten und dazu einen Stadtratsbeschluss herbeizuführen. Über das Ergebnis sollen wir Kenntnis erhalten. Wie die weitere Mitwirkung dann aussieht, kann man derzeit noch nicht sagen. Wir behalten die Sache jedenfalls im Auge.


06.05. 2011


Auf der Internetseite der Stadt Dresden werden die aktuellen Dokumente zur Bürgerbeteiligung "Leben mit dem Fluss" veröffentlicht - mit dem Hinweis: "Bis zum 20. Mai 2011 können zum Entwurf des Ergebnisdokuments (Fassung vom 28.04.2011) Anmerkungen und Hinweise an das Moderationsbüro oder das Umweltamt der Landeshauptstadt Dresden übermittelt werden. Der Entwurf sowie seine Präsentation zum 3. Forum Laubegast am 05.05.2011 (einschließlich der Kontaktadressen) sind in der Rubrik „Dokumente und Materialien“ verfügbar. Alle bis zum 20. Mai 2011 eingegangenen Anmerkungen werden der Redaktionsgruppe zur Erstellung der Endfassung des Ergebnisdokuments (Ende Mai 2011) vorgelegt."


05.03. 2011


Am Wochenende fand in der 64. Mittelschule "Hans Grundig" das Werkstattwochenende "(Leben mit dem Fluss") statt. In fünf Klassenzimmern wurde zu den verschiedenen Themenschwerpunkten an verträglichen Alternativen zur ursprünglichen Mauervariante gestritten. Eine Zusammenfassung der Ergebnisse folgt in Bälde.



    
Der organisatorische Rahmen seitens des "Büro für urbane Projekte" ist lobenswert. Neben reichlich Kartenmaterial und Pausenbüffett für die Teilnehmer wurde auch an Kinderbetreuung gedacht. Teilnehmende Eltern konnten ihre Kleinkinder in einem Spielzimmer beaufsichtigen lassen.


04.03. 2011


Werkstatt "Leben mit dem Fluss" Veranstaltungsplan (PDF)


28.02. 2011


Als Reaktion auf den Beitrag des Umweltamtes der Landeshauptstadt Dresden vom 09.02.2011 („Hochwasservorsorge im tschechischen Elbeeinzugsgebiet – Potentiale und Grenzen“) schrieb Dr.-Ing. habil. Hans-Jürgen Schaef die hier angefügte Erwiderung (Word-Dokument).


18.02. 2011


Zur Umsetzung eines sinnvollen Hochwasserschutzes am Laubegaster Ufer erarbeitete Dipl.-Ing. Edward Palen infolge der Ergebnisse des 2. Forums ""Leben mit dem Fluss" folgende Konzeption (Word-Dokument).


16.02. 2011


Aus der Präsentation des "Büro für ubane Projekte" beim 2. Forum "Mit dem Fluss leben" ergeben sich einige weitere Fragen zur Realisierung eines sinnvollen Hochwasserschutzes für Laubegast. Die "Bürgerinitiative gegen eine Laubegaster Flutschutzmauer" übergibt diese an das "Büro für urbane Projekte", damit rechtzeitig vor dem "Werkstatt-Forum" am 4. und 5. März eine Erläuterung durch Fachleute erfolgen kann Unser Fragenkatalog (wird noch ergänzt).


10.02. 2011

Das 2. Forum "Leben mit dem Fluss" fand am Donnerstag 19.00 Uhr in der Sporthalle der 64. Mittelschule in Laubegast, Linzer Straße, statt. Grob gezählt kamen über 300 Interessierte und verfolgten einen überwiegend informativen Abend zu den Themenschwerpunkten: Statuten des Beteiligungsprozesses (bisher "Spielregeln" genannt), zum Meinungsbild im Stadtteil und zur Vorbereitung des 3. Forums am 4. und 5. März ("Werkstatt"). Die vorgestellte Präsentation des "Büro für urbane Projekte" soll ab dem 11.02. auf der Internetseite der Stadt Dresden abrufbar sein. Die Präsentation erwies, dass 100 Prozent (!) aller durch das Büro Befragten einen HQ100-Gebietsschutz, also eine Flutmauer gegen hundertjährige HW-Ereignisse, grundsätzlich ablehnen, 61 Prozent halten Maßnahmen für deutlich kleinere Schutzziele für sinnvoll.



Erwartungsgemäß kamen die meisten Ineressierten aus den ufernahen Straßen des Stadtteiles, insgesamt verdeutlichen die Punkte auf der Tafel, dass das Interesse an einem konsensfähigen Hochwasserschutz im gesamten Stadtteil, in den benachbarten Gebieten, aber auch auf der gegenüberliegenden Elbseite nicht nachgelassen hat.

 


17.01. 2011

Als der viele Schnee vom Dezember schmilzt, steigt der Pegel der Elbe am 16. Januar auf 6,68 Meter und flutet damit einige Abschnitte des Laubegaster Ufers. Den Vorhersagen zufolge wird der Scheitelpunkt heute mit 6,80 Meter erreicht. Das entspricht einem "HQ 5", ein fünfjähriges Hochwasserereignis - damit kann und muss man am Fluss leben.


Sie stehen nicht nach Brötchen Schlange! An diesem Sonntag wollte jeder den weiten Fluss sehen - die Sandsäcke schützen den Eingang und die Backstube der Bäckerei...

Die Feuerwehrmänner sind Tag und Nacht in Bereitschaft - und entspannen sich.


Deshalb wollen alle kleinen Jungs, wenn sie mal groß sind, zur Feuerwehr.

 

31.12. 2010

Im Elbhangkurier steht eine Zusammenfassung des aktuellen Standes >  Presse

21.12. 2010

dresden.de aktualisierte die Seite "Leben mit dem Fluss - Beteiligungsprozess Laubegast"

07.12. 2010

Unter der Überschrift "Keine Mauer - Mit dem Fluss leben" widmet die Dezember-Ausgabe der Leubener Zeitung dem Auftaktforum vom 25.11. 2010 drei Spalten. >  Presse

30.11. 2010

Unter dem Titel "Leben mit dem Fluss - Beteiligungsprozess Laubegast" findet sich auf der Webseite der Stadt Dresden nunmehr ein zeitlicher Fahrplan und "Spielregeln" (Originalzitat) zur Bürgerbeteiligung in Laubegast. Zahlreiche Dokumente sind jetzt als PDF abrufbar, darunter eine "Präsentation zum Auftaktforum vom 25.11. 2010" (109 Seiten) und das vom Leipziger "Büro für urbane Projekte" erstellte Arbeitsbuch (37 Seiten) mit dem Titel "Dresden - Laubegast - Leben mit dem Fluss, Beteiligungsprozess zur Vorbereitung von Maßnahmen zum Gebietsschutz vor Hochwasser der Elbe" - Die Publikationen sind inhaltlich im Wesentlichen identisch und verstehen sich als Diskussionsgrundlage, bei den Foren und Bürgerversammlungen geht es demnach zunächst um "Meinungsbildung" (Originalzitat), vom Ziel eines Beteiligungsprozesses war bisher wenig zu spüren.

Weitere "Umgebungsgedanken" zum Thema
"Unklarheiten und Merkwürdigkeiten zur Bürgerbeteiligung bei Hochwasserschutzplanung in Dresden Laubegast"


25.11. 2010

Amtlicher Beginn der Öffentlichkeitsbeteiligung zum Hochwasserschutz in Laubegast

19 Uhr im Volkshaus Laubegast, Laubegaster Ufer 22: Auftaktforum zum Hochwasserschutz in Laubegast

Zum sogenannten Auftaktforum kamen so viele am Thema Interessierte ins Volkshaus, dass ein Schild am Eingang darauf verweisen musste, der Saal sei bereits überfüllt. Dies zeugt vor allem vom weiter gestiegenen Interesse der Bürger, die auch aus anderen von Hochwasserschutzplanungen betroffenen Stadtteilen erschienen. Die erste Stunde des "Forums" diente seitens der Stadt dazu, den Laubegastern in ermüdender Weise die Schönheit ihres Stadtteils vorzustellen... Wer Konkretes zum derzeitigen Planungsstand oder zu Modalitäten der Bürgerbeteiligung erwartet hattte, wurde enttäuscht.

Erst nach einer Stunde kammen endlich die Bürger zu Wort. Als Reaktion der Moderatoren auf die Argumente gegen eine Mauer folgten erneut die bekannten Beruhuigungspillen, niemand habe die Absicht... und die Planung sei völlig "ergebnisoffen" - als hätte es nie eine "Machbarkeitsstudie" mit den darin enthaltenen sehr konkreten Zahlen zum Umfang und zu den Kosten der Hochwasserschutzmauer für Laubegast sowie die Stadtratsbeschlüsse und Kooperationsvertrag mit der Landestalsperrenverwaltung gegeben. Die zuständigen Ämter und Behörden geben sich den Anschein von Öffentlichkeit, reden aber weiterhin um den heißen Brei herum. Der erste Eindruck ist, dass es darum geht, Zeit zu gewinnen und die Bürger nachher doch vor vollendete Tatsachen zu stellen (wie es ja von anderen Baumaßnahmen, etwa am Pieschener Ufer, bekannt ist. Unter "Bürgerbeteiligung" an einem so brisanten und kostenintensiven stadtplanerischen Projekt sollte  man mehr erwarten dürfen als "ergebnisoffene" Talkshows...

In ausführlicherer Form findet sich ein ähnlicher Eindruck in diesem > Blog




08.11. 2010

Pressemiiteilung der Stadt Dresden auf dresdem.de
zur Öffentlichkeitsbeteiligung zum Hochwasserschutz in Laubegast

Am Donnerstag, 25. November, 19 Uhr, beginnt im Volkshaus Laubegast, Laubegaster Ufer 22, mit einem Auftaktforum die Öffentlichkeitsbeteiligung zum Hochwasserschutz von Laubegast.

Alle Laubegaster Einwohnerinnen und Einwohner, alle betroffenen und interessierten Bürger sind dazu recht herzlich eingeladen. Der Abteilungsleiter im Umweltamt, Jens-Olaf Seifert, sagt dazu: „Vom Engagement, dem Einbringen der Betroffenheit und des Wissens der Einwohner wird dieser Prozess leben. Neben den Fachleuten der Stadtverwaltung und des Landes haben auch verschiedene Experten ihre Bereitschaft signalisiert, sich in die Begleitung konkreter Arbeiten einzubringen."

Ein Planungsbüro moderiert und dokumentiert den gesamten Prozess. Die dortigen Mitarbeiter werden gemeinsam mit den Teilnehmern des Auftaktforums das weitere Vorgehen diskutieren und vereinbaren.

Zum Auftakt gibt es im städtischen Internetauftritt eine eigenständige Seite, die Wissensgrundlagen und Protokolle für den Beteiligungsprozess sowie alle erarbeiteten und veröffentlichten Dokumente bereitstellt. Über ein elektronisches „Postfach" kann jeder in Form von Hinweisen und Anfragen am Beteiligungsprozess mitwirken.

Die Ergebnisse des Beteiligungsprozesses sollen im Mai 2011 vorliegen, damit sie dem Stadtrat noch vor der Sommerpause 2011 zur Beschlussfassung vorgelegt werden können.

Am 30. September beschloss der Stadtrat, die Bevölkerung im gesamten Prozess zum Hochwasserschutz zu beteiligen. Angestrebt wird eine Übereinkunft zu Schutzzielen für den gesamten Stadtteil vor möglichen Hochwassern der Elbe, sowohl im Bereich des Elbufers als auch im Alt-Elbarm.

Aus der Diskussion heraus werden dann grundsätzliche Anforderungen an den Umfang von Hochwasserschutzanlagen in Laubegast sowie deren Einbindung und Gestaltung formuliert. Dabei sind gestalterische, wasserfachliche und naturräumliche, aber auch bautechnische, finanzielle und rechtliche Randbedingungen zu berücksichtigen. Geprüft wird auch, ob diese Ergebnisse in einem anschließenden interdisziplinären Wettbewerb weiter bearbeitet werden müssen und ob die Gestaltungskonzeption „Laubegaster Ufer" fortgeschrieben werden soll.


27.  Oktober 2010

Unter dem Titel „Hochwasserschutz im historischen Kontext – Konflikte und Lösungen“ stellen die Leiter des Projektes Prof. Thomas Will (Professur für Denkmalpflege und Entwerfen), Prof. Dr. Erika Schmidt (Professur für Geschichte und Landschaftsarchitektur) sowie Dr. Heiko Lieske ihre Forschungsergebnisse zur Diskussion.

Mittwoch, 27. Oktober 2010, 19 Uhr*** - Beyer-Bau Hörsaal 68, George-Bähr-Straße 1

                        Im Anschluss diskutieren auf dem Podium: Dr. Stefan Dornack (Referatsleiter Wasserbau, Landestalsperrenverwaltung Sachsen), Frank Wache (Sachbearbeiter Hochwasserschutzanlagen, Umweltamt LH Dresden), Ulrich Hübner (Gebietsreferent Bereich Dresden, Landesamt für Denkmalpflege), Anja Heckmann (Sachgebietsleiterin Altstadt, Stadtplanungsamt LH Dresden)

Zu dieser Veranstaltung sind Sie herzlich eingeladen. Wir freuen uns auf eine rege Diskussion.

***Bereits um 18 Uhr können Sie Herrn Prof. Aigner auf einer Führung durch die Versuchslabore des Instituts für Wasserbau im Beyer-Bau begleiten. Treffpunkt: Kellergeschoß Beyer-Bau.


21.  Juni 2010
Das Entwicklungsforum Dresden gemeinsam mit dem Elbhangfestverein lädt Montag, den 21. Juni 2010, um 19 Uhr zu einer Podiumsdiskussion mit dem Titel „ Der Traum vom Elbtal – ausgeträumt?“ Ist die Kulturlandschaft ohne Welterbestatus schutzlos?

09.  Juni 2010

Die CDU lädt um 19 Uhr zu Information und Dskussion zum Thema "Hochwasserschutz für Laubegast" im Saal des Volkshaus Laubegast ein.

08.  April 2010
Die Ausstellung "Stadt-und Flusslandschaft am Laubegaster Ufer" wird noch bis zum 12. Mai im Bürgersaal des Rathauses Leuben gezeigt. Öffnungszeiten: Mo-Fr 9-18.00 Uhr (Eintritt ist frei).

25.  März 2010
Die lokale Presse reagiert auf die gestrige Pressekonfernenz - je nach Zielgruppe - unterschiedlich, teils auch bei den Zahlen widersprüchlich. Presse-Seite unter dem Eintrag 15.03.2010

24.  März 2010
Die Meldung des Tages: Bei einer Pressekonferenz im Umweltamt räumte der Leiter des Umweltamtes, Christian Korndörfer, ein: "Die Schwierigkeit in Laubegast besteht darin, dass es ein Gebiet ist, das insgesamt sehr flach ist. Ab einem bestimmten Wasserstand werden große Teile von Laubegast überschwemmt - allerdings erst ziemlich spät, etwa ab 8,50 m* wird es dort richtig kritisch. Dann kommt aber das Wasser von allen Seiten." Im Bericht von Dresden Fernsehen** heißt es unter Berufung auf Korndörfer weiter, "dass zwischen Laubegast und Zschieren keine Flutschutzmauer gebaut werde. Grund sei die Elbtallandschaft. Jetzt sollen die Bürger mit einbezogen werden, auch mit dem Freistaat und Tschechien wolle man zusammenarbeiten."

* Im August 2002 lag der Höchstpegel bei 9,40 - statistisch ein 100- bis 150-jähirger Hochwasserpegel
**Der etwa einminütige Beitrag von Dresden Fernsehen unterlegte den Bericht über Laubegast und Zschieren "passenderweise" mit den spektakulären Bildern von der Überflutung des Hauptbahnhofs im August 2002 -  anstatt etwa die Elbtallandschaft zu zeigen und was eine fast drei Kilometer lange, durchschnittlich zwei Meter hohe Hochwasserschutzmauer bedeuten würde, wie sie in der Machbarkeitsstudie*** von 2008 erwogen wurde.... Dresden Fernsehen (Der dort eingefügte Videoclip - im unteren Bereich der Website -  ist nur temporär abrufbar.)
***  Hochwassergebietsschutzkonzept (HWSK) für die linkselbischen Stadtteile zwischen Zschieren und Tolkewitz,
        Anlage 1, hg. vom Umweltamt, Landeshaupstadt Dresden  Download als PDF


Kommentar: Demnach wäre der von uns kritisierte Kooperationsvertrag zwischen der Landeshauptstadt und der Landestalsperrenverwaltung (LTV) nun quasi vom Tisch - und wir müssen vorerst nicht mehr befürchten, dass einer der beliebtesten Stadtteile Dresdens eingemauert und damit erst recht zur dauerhaften "Insel" wird. Mit der Stellungnahme, die Bürger in Planungen zum Hochwasserschutz einbeziehen zu wollen, wird eine unserer zentralen Forderungen von amtlicher Seite Beachtung geschenkt - und nun erstmals ausgesprochen. Wie das dann in der Praxis aussehen wird, werden wir auf diesen Seiten weiterhin dokumentieren.

Aus gleichem Anlass sendete auch der "Sachsenspiegel" des MDR-Fernsehens einen kurzen Beitrag, dieser direkt vor Ort und um ein Interview mit Bernd Fricke, Anwohner des Laubegaster Ufers, bereichert.
  mdr.de/sachsen/dresden/ (abrufbar am 25.03.2010)





18.  März 2010
Die SZ berichtet über die Verzögerung der Planung zum Hochwasserschutz durch die von der Bürgerinitiative eingeforderte Bürgerbeiteiligung - und nennt im letzten Absatz auch den Grund, "untermauert" durch ein aussagekräftiges Bild. Presse-Seite unter dem Eintrag 18.03.2010

16.  März 2010

MDR (Radio Sachsen) sendet einen kleinen Bericht zum aktuellen Stand >

4.  März 2010
Eine Woche nach der wirkungsvollen Eingabe der "Bürgerinitiative Hochwasserschutz Laubegaster Ufer" zur Stadtratssitzung am 25.02. (siehe 26. Februar) veröffentlicht die SZ einen unqualifizierten Artikel - mit einer Bildunterschrift, die ganz im Gegensatz zum Foto und der aktuellen Realität steht. > Presse-Seite unter dem Eintrag 04.03.2010

26. Februar 2010
Eine Eingabe der "Bürgerinitiative Hochwasserschutz Laubegaster Ufer" (Download als PDF) zur Stadtratssitzung am 25.02. führte zu einer umgehenden Reaktion.

Ein Rückblick: In der vergangenen Woche haben wir eine Empfehlung für die Stadträte verteilt, die zur Ablehnung der Beschlussvorlage zur Kooperationsvereinbarung zwischen der Stadt und der Landestalsperrenverwaltung aufrief – mit guten Gründen. Hauptpunkt war die Form der Bürgerbeteiligung. Am vergangenen Montag fand eine Sondersitzung des Umweltausschusses des Dresdner Stadtrates statt. Einziges Thema war die geplante Kooperationsvereinbarung zwischen der Stadt Dresden und der Landestalsperrenverwaltung zur Übernahme der Bauherrenschaft beim Hochwasserschutz im Dresdner Osten. Es wurde über zwei Stunden diskutiert.

Das mit Spannung erwartete Ergebnis:
Mit den Stimmen von SPD, Grünen, Linken, Bürgerbündnis und einem CDU-Stadtrat wurde die Vorlage so geändert, dass rechtzeitig vor allen Leistungsphasen die Bürger in geeigneten Veranstaltungen informiert - und die Hinweise und Anregungen aus diesen Veranstaltungen bei den weiteren Planungsarbeiten abgewogen werden müssen! Außerdem änderten SPD, Grüne, Linke und Bürgerbündnis die Vorlage so, dass die Stadt gemeinsam mit den Betroffenen vorher ein Konzept ihrer Beteiligung erarbeiten muss. Zudem ist die Entwurfsplanung dem Stadtrat in den Ausschüssen für Bau und Stadtentwicklung sowie Umwelt vor Beginn des Planfeststellungsverfahrens zum Beschluss vorzulegen. Die Änderungen zu verschiedenen Abschnitten des Vertragsentwurfes konkret: (1) Der Stadtrat beauftragt die Oberbürgermeisterin, unmittelbar nach dem Vertragsabschluss und vor den in der Kooperationsvereinbarung benannten Leistungsphasen jeweils die Betroffenen und die Öffentlichkeit in öffentlichen Veranstaltungen im Ortsamtsgebiet Leuben rechtzeitig zu informieren und die sich daraus ergebenden Hinweise und Anregungen im weiteren Planungsprozess in die Abwägung einzustellen. Der Stadtrat ist dazu im Ausschuss für Umwelt und Kommunalwirtschaft zu informieren (2) Desgleichen ist vor Einstieg in die Leistungsphase 4 die Entwurfsplanung dem Ausschuss für Umwelt und Kommunalwirtschaft sowie dem Ausschuss für Stadtentwicklung und Bau zum Beschluss vorzulegen (3) Der Stadtrat beauftragt die Oberbürgermeisterin gemeinsam mit den Betroffenen ein Konzept zu deren Beteiligung zu entwickeln Beschlossen: 8/3/0

OB Orosz veranlasst den Rückzug vom Rederecht: Am Mittwoch, also einen Tag vor der Stadtratssitzung am letzten Donnerstag, wurden wir gefragt, ob wir uns in der Ratssitzung zum Thema äußern wollen - man wolle ein Rederecht beantragen. Doch schon am gleichen Abend kam "Entwarnung": Der Punkt war inzwischen von der Oberbürgermeisterin zurückgezogen worden, angeblich wegen nunmehr notwendigen erneuten Verhandlungsbedarfs zur Finanzierung. (SZ vom 25.2.10)


19. Februar 2010
  Eine schockierende Nachricht aus Pieschen. Trotz einer Zusicherung, im Zusammenhang mit dem Mauerbau am Pieschener Ufer keine Baumfällung vorzunehmen, wurden diese Woche alle (ALLE!) Bäume gefällt. Ein sehr emotional geschriebener Text auf der Seite http://keinemauer.de/ * verdeutlicht, was von Zusagen der LTV und von Frau OB Orosz zu halten ist...

* Der dortige Text ist wegen eines Hintergrundbildes schlecht lesbar. Hilfreich ist es, die Texteinstellung zu vergrößern und den Text mit der Maus zu markieren, so dass weiße Schrift ein dunklem Hintergrund entsteht.


Februar 2010
Es sei überhaupt nichts geplant, so lautete bisher der Tenor aus dem Rathaus... Tatsächlich ist außer der Machbarkeitsstude von 2008 ( Download als PDF), in der eine "Hochwasserschutzmauer, ggf. mit mobilen Aufsätzen" erwähnt ist, nicht viel bekannt gemacht worden.

Dank der Iniative gegen eine Hochwasserschutzmauer in Laubegast und infolge einer Sitzung des Stadtrates wurde zwar die Beteiligung der  betroffenen Bürger in Aussicht gestellt, bisher war davon nichts zu spüren. Ein Antrag der SPD-Fraktion, spätestens bis zum 28.02 2010 eine Bürgerversammlung durchzuführen (Download als PDF). OB Orosz hat diesen Antrag nicht zugelassen.

Ein Auszug aus der Anlage 1 zur Kooperationsvereinbarung zwischen der Landeshauptstadt Dresden (LHD)* mit der Landestalsperrenverwaltung (LTV)** "zur planerischen und baulichen Umsetzung des hoch priortären Hochwasserschrutzprojektes Elbe Z1 - Gebietschutz Laubegast" zeigt, dass seit dem 12. Januar 2010 ein konkreter Terminplan zur Planung und Bauausführung besteht.

*   vertreten durch Oberbürgermeisterin Helma Orosz
** vertreten durch Geschäftsführer Dr.-Ing. Hans-Ulrich Sieber
Aus dem Maßnahmenterminplan Elbe Z1 - Gebietschutz Laubegast, Stand: 12.01. 2010
  • Beginn des Projektes und Abschluss Kooperationsvertrag: 01.03. 2010
  • Beginn der Planung und der Öffentlichkeitsarbeit: 21.05. 2010
  • Beginn der Genehmigung und Planfeststellungsverfahren (PLV): 26.11. 2012
  • Beginn der Ausführungsplanung: 15.10. 2014
  • Beginn der Bauausführung: 16.06. 2016 (Dauer: 640 Tage)
  • Fertigstellung: 14.12. 2018


    laut bisherigem Maßnahme-Terminplan


29.12. 2009
Die Fotoausstellung Stadt- und Flusslandschaft Laubegaster Ufer ist derzeitig in der Stadtbibliothek zu sehen >>> Info

9.12. 2009
Ein neuer SZ-Artikel macht deutlich: "Mauerbau in Laubegast ist noch nicht vom Tisch" >>> Presse


1.12. 2009
Heute erreichte uns seitens der Landesregierung erstmals eine konkrete Stellungnahme bzw. Zusammenfassung zum Stand der Dinge, verfasst von Christian Piwarz (Mitglied des Sächsischen Landtages, Stellvertretender Vorsitzender der CDU-Fraktion) Das komplette Schreiben als PDF - Auch in der SZ bleibt das Thema aktuell >>> Presse


28.11. 2009

Herr Dr.-Ing. habil. Hans-Jürgen Schaef übermittelt der "Inititive gegen einen Laubegaster Flutschutzmauer" seinen "Kommentar zum 2. Bericht über die Erfüllung des Aktionsplans zum Hochwasserschutz Elbe im zeitraum 2006 bis 2008". Aus dieser kritischen Stellungnahme geht die Bedeutung von Regulierungsmaßnahmen durch Rückhaltebecken oberhalb des urbanisierten Elbverlaufs zwischen Schöna und Riesa und somit für Dresden hervor. Die vorausschauende, fast vollständige Entleerung der Stausysteme auf tschechischer Seite, insbesondere in Orlik, sowie an der Moldau habe im Frühjhr 2006 eine größere Katastrophe verhindern können. Dabei seien die Möglichkeiten an der Moldau weitgehend ausgeschöpft. Resümierend ergibt sich daraus, dass ein Einfluss auf den Hochwasserscheitel und Verlauf der Flutwelle der Elbe vor allem durch großflächige Speicherräume  und Retetionsflächen realierst werden kann, beispielsweise durch Deichrückverlegungen und Neubau von Rückhaltebecken, während innerstädtische Schutzmaßnahmen "nachgewiesenermaßen" nur geringe Wirkung hätten. Obgleich auch solcher Maßnahmen zur Schadensminderung "unverzichtbar" seien, wäre der Aufwand und die Betriebssicherheit wesentlich von Höhe und Verlauf der Hochwasserwelle abhängig. Die Maßnahmen, "die zu einer planmäig effektiven Abflachung des HW-Scheitels führen", müssten daher den Vorzug erhalten. Das Ziel von Schutzmaßnahmen müsse Steuerung und nicht Kanalisierung des Hochwassers sein. Die bisherigen Datenerhebungen des "2. Berichtes" lassen weiträumige Schlussfolgerungen vermissen und sollte daher durch einen dritten Bericht "aktualisiert und präzisiert" werden.  Der komplette Kommentar als PDF


25.11. 2009
Vortragreihe unter dem Titel „Hochwasserschutz mit Augenmaß“. Die Auftaktveranstaltung am 25. November 2009 steht unter dem Thema: "Mobiler Hochwasserschutz in Köln. Weltweit einzigartige mobile Hochwasserschutzanlage – Ein Beispiel für Dresden?Einladung (PDF)


6.10. 2009

Die Eingaben der Initiative gegen einen Mauerbau am Laubegaster Ufer sowie Bilder von Protestbekundungen Laubegaster Bürger sind offenbar im Rathaus angekommen. Telefonische Auskünften von Anita Köhler (Bürgerfraktion) und von Albrecht Pallas (SPD) zufolge, gab es bei der Umweltauschusssitzung vom 5. Oktober folgende Neuigkeiten:

1. Im Gegensatz zu Zschieren und Meußlitz sei für Laubegast kein Handschlag in Vorbereitung. Vielmehr sollen diverse Varianten geprüft werden. Dazu zählen auch Integration der Bauten, rückgesetzte HW-Schutzlinien; für eher individuell gestrickte Strategien soll mit der SAB und der SPK über Förderstrategien verhandelt werden.

2. Bürgerbeteiligung wird realisiert: Es sei eine Info-Veranstaltung vorgesehen; Termin Ende Okt./Anfang November. Die Kooperationsvereinbarung sei noch nicht unterzeichnet.

3. Frau Köhler war der Meinung, die Verteilung der ‚LAUBE’ (Texte/Bilder von Protestaktionen in Laubegast > Aktionen) bei der ersten Umweltausschusssitzung sei hilfreich gewesen. Zumindest konnten hämische Rückfragen mit dem Hinweis gekontert werden, dies sei nun einmal die Stimmung unter Laubegaster Bürgern...

4. Herr Pallas hat eine Presse-Miteilung zur Umweltausschusssitzung verbreitet (s. unten). Er habe den Eindruck von der Darstellung des neuen Mitarbeiters in der Korndörffer-HWS-Abteilung mitgenommen, dass konkrete Maßnahmen nicht in Vorbereitung seien, und dass die Machbarkeitsstudie kaum Einfluss auf die weiter zu konkretisierende Planung habe. Nächster Schritt sei eine intensive Bürgerbeteiligung.

Presseinfo SPD-Ratsfraktion (6.10.2009):
Hochwasserschutz im Dresdner Osten
Stadt plant doch keine Mauer – SPD fordert mehr Bürgerbeteiligung

Die Stadtverwaltung plant offenbar doch keine Mauer am Laubegaster Ufer. Laut einer Mitteilung im Umweltausschuss sei die Stadt noch dabei, die Kooperationsvereinbarung mit der Landestalsperrenverwaltung auszuhandeln. Erst danach soll ergebnisoffen nach geeigneten Schutzmaßnahmen gesucht werden.

Dazu Albrecht Pallas, umweltpolitischer Sprecher der SPD-Fraktion: „Ich begrüße, dass sich die Stadt nicht auf eine Mauer als Schutzmaßnahme verengt hat. In der Bevölkerung ist da wohl ein anderer Eindruck entstanden. Jetzt müssen die Verhandlungen zügig beendet werden, damit ohne weiteren Verzug mit den betroffenen Bürgern nach geeigneten Hochwasser-Schutzmaßnahmen im Dresdner Osten gesucht werden kann.“

Noch im Herbst will die Stadtverwaltung auf einer Bürgerversammlung in Laubegast zum aktuellen Stand informieren. Stadtrat Pallas weiter: „Eine Information der Bürger tut bitter Not. Dabei darf es allerdings nicht bleiben. Die Anwohner erwarten zurecht, dass die Grundsätze der Planung von Hochwasserschutzmaßnahmen mit ihnen diskutiert und nicht bloß vorgesetzt werden. Wenn es an die konkrete Planung geht, erwarte ich, dass die Stadtverwaltung regelmäßig mit den Bürgern im Dresdner Osten spricht, z.B. auf Bürgerversammlungen oder im Ortsbeirat.“

Auf seiner Sitzung im Juni hatte der alte Stadtrat beschlossen, dass die Stadtverwaltung mit der Landestalsperrenverwaltung verhandeln soll, um den Hochwasserschutz im Dresdner Osten in Eigenregie schneller umsetzen zu können. Dabei sollen Untersuchungen und Planungen in den betroffenen Ortsämtern vorgestellt und mit Bürgerinitiativen und Ortsbeiräten diskutiert werden.


27.09. 2009
Schließung der Kunst- und Fotoausstellung "Stadt- und Flusslandschaft Laubegaster Ufer". Wegen des großen Interesses werden einige Objekte ab Mitte November erneut ausgestellt, dann  in der Laubegaster Filiale der Stadtbibliothek.


05.09. 2009
Eröffnung der Kunst- und Fotoausstellung "Stadt- und Flusslandschaft Laubegaster Ufer" Aktionen


16.08. 2009
Beim Laubegaster Frühstück und der Einweihung des Torsos "Die Elbe" von Wieland Förster schmeckten nicht allen Anwesenden alle Zutaten. Aktionen


9.08. 2009
Zum Inselfest Laubegast wurden weitere Installationen und Schautafeln am Laubegaster Ufer errichtet. Eine Kunstausstellung, eine Diashow und ein öffentlicher Runder Tisch sorgten für weiter Aufmerksamkeit
Aktionen


7.08. 2009
Einer mündlichen Verlautbarung von ministerieller Ebene zufolge hat niemand habe die Absicht, eine Mauer zu errichten... Das Umweltministerium des Freistaates wurde daraufhin angeschrieben und um eine schriftliche Erklärung gebeten. Wir warten auf die Antwort, um die aktuellen Pläne zu erfahren und bekanntzugeben.


1. 08. 2009

Die Augustausagbe der SAX enthält den zweiseitigen Text "Der Maubau zu Laubegast".


13. Juli
Das Dresdner Amstblatt (Nr. 27-28/2009)* veröffentlicht den Beschluss des Dresdner Stadtrates vom 25./26. Juni. Der Text ist auf unserer Presse-Seite unter dem Eintrag 13.7.2009 zitiert.


26.06. 2009
"Der Stadtrat stimmt dafür, dass das Umweltamt jetzt die Planung vorantreibt", meldete die SZ am 27. Juni: "SPD, Grüne, Bürger- und Linksfraktion PDS brachten zudem ein, dass die Interessen der Anwohner stärker in das Schutzkonzept eingebunden werden. Dabei geht es vor allem um Alternativen zu Schutzmauern in Laubegast." Umweltbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) wird mit dem Satz zitiert: "Es gibt keinen Beschluss zu der mehrfach in den Medien kolportierten großen Mauer, die um Laubegast errichtet werden soll." - Einen Beschluss gibt es in der Tat noch nicht,. die "in den Medien kolportierte große Mauer" ist allerdings im Hochwassergebietsschutzkonzept (HWSK) für die linkselbischen Stadtteile zwischen Zschieren und Tolkewitz,  Anlage 1, hg. vom Umweltamt, Landeshaupstadt Dresden ( Download als PDF) bereits seit Frühjahr 2008 konzipiert - und zu diesem amtlichen Dokument sollte der Umweltbürgermeister eigentlich Bezug nehmen, anstatt Besorgnis und Engagement der Bürger als Gerede bzw. Medienrummel zu bagatellisieren.

Im SZ-Text heißt es weiter: "In der öffentlich erläuterten Studie war von einer 2,7 Kilometer langen und durchschnittlich 2,1 Meter hohen Wand aus einer Basismauer mit mobilen Aufsätzen die Rede." Wörtlich heißt es dort allerdings: "Hochwasserschutzmauer ggf. mit mobilen Aufsätzen".  Das Kürzel "ggf." steht bekanntlich für "gegebenenfalls" - und das heißt nicht mehr und nicht weniger, als dass über die Frage mobiler Aufsätze noch gar keine Aussage getroffen ist! Insofern ist auch diese Behauptung verharmlosend, in dem sie suggeriert, das bisherige Konzept sehe lediglich ein Basismäuerchen vor.

Desweiteren muss einmal erwähnt werden, dass selbst ein nur einen Meter hohes Mäuerchen bereits eine bis zu sechs Meter tiefe Verankerung erfordert (siehe auch Amtsblatt Nr. 31-32/2005
 Download als PDF - dort auf S. 3). Eine über zwei meter hohe Flutschutzmauer bedarf einer entsprechend tieferen Verankerung und was dies für die Problematik Grundwasser bedeutet, ist bisher ebenso wenig geklärt! Frage: Was bringt eine Mauer, die möglicherweise monatelang das Grundwasser anstaut (mit unabsehbaren Folgen für Gebäude), in dem sie den Abfluss in die Elbe behindert?


23.06. 2009
- Die Initiative gegen eine Laubegaster Flutschutzmauer reicht um 15 Uhr eine Tischvorlage mit Argumenten für einen fraktionsübergreifenden Beschlussvorschlag zur Stadtratssitzung am 26.6.2009 ein.

-
Das Ortsamt Leuben fordert den Abbau der Installation, die der Visualisierung einer Flutschutzmauer dient. > Pressetext


18.06. 2009
Mündliche Stellungnahmen
- Matz Griebel:
"Bei Maßnahmen zum Hochwasserschutz müssen die betroffenen Anwohner das Sagen haben - und zwar im Konsens mit den Fachleuten!"
- Götz Wiegand:
"Eine Mauer oder ähnliches am Laubegaster Ufer kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen. Ich halte das für Irrsinn."


16.06. 2009
Ergänzung dieser Seiten um eine  Geschichte der Elbhochwasser und Schutzmaßnahmen.


13.
06. 2009
Die SZ bat zum Foto-Termin an der Mauer-Installation (beim Bäcker Siemank).
Der entsprechende Artikel erschien am 16. Juni. Fotokopie

Eine der Installationen steht stundenweise an verschiedenen Stellen des Elbufers. Mit leicht provokanten Sprüchen will die mobile Sichtsperre Aufmerksamkeit bei Passanten erregen und Besuchern von Straßencafes einen "Blick in die Zukunft" gewähren. Neben Kusshändchen lösen diese vier Quadratmeter Fläche auch reichlich Verwirrung aus, meistens: "Das wer'n die schon ni machen..." Gelegentlich: Wozu die Aufregung! Es wird doch nur ein Mäuerchen...mit mobilen Aufsätzen." Vereinzelt aber auch: "Kannste glei' in de Elbe kippen!" oder: "Grüne Brut!" Und die spießigste Variante: "Wir sind nur einmal im Jahr zu Besuch in Laubegast, wollen heute den Blick auf die Elbe genießen, und dann sowas!"... Man fragt sich nun: Wenn schon zwei Meter aus Stoff so empörend sind, was wird dann wohl bei 2700 Metern aus Beton?!

 



Im rechtselbischen Stadtteil Pieschen regte sich bereits vor längerem Widerstand gegen Mauerpläne! Wer das Problem noch immer nicht ernst nehmen kann, studiere insbesondere das als Bild speicherbare Flugblatt: www.keine-mauer.de Laut Pressemitteilung der Landesdirektion Sachsen vom 30.03.2009 ist der Bau dort bereits genehmigt: "Die Landesdirektion Dresden hat der Landestalsperrenverwaltung des Freistaates Sachsen mit Bescheid vom 27.03.2009 die wasserrechtliche Genehmigung für den Abschnitt der zwischen Ballhaus Watzke und der Einmündung der Kaditzer Flutrinne an der Elbe vorgesehenen Hochwasserschutzmaßnahme im Dresdner Westen erteilt." www.übigau-online.de

Auch die Bürgerinitiative "Welterbe Dresdner Elbtal" kritisiert die derzeitigen Planungen zum Hochwasserschutz:
www.welterbe-dresdner-elbtal.de/aktuell/hws.htm

       

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